Nach dem Krieg verschleppt - Zeitzeugen berichten

Am 4. Juli 2013 um 19 Uhr werden in den Räumen des animus e.V. Am Müggelpark 31 in Gosen zwei Zeitzeugen von ihren Erlebnissen als fast Volljährige aus der Zeit kurz nach dem 2. Weltkrieg berichten. So wurde der damals 16-jährige Gosener Werner Weise (83) im November 1945 unter dem Vorwand für vier Wochen in ein Umschulungslager geschickt zu werden, in ein dreijährige Gefangenschaft verschleppt. Er wird berichten, was er in den Lagern Niederlehme, Beeskow, Ketschendorf und Fünfeichen erlebt hat. Welche Gründe es für die Gefangenschaft gab, aber auch wie das Dorf nach dem Krieg mit der Geschichte umging. Gisela Kurth aus Gosen erging es ähnlich. Sie war ebenfalls mehrere Jahre in Internierung, zuletzt in Sachsenhausen. Erst 1948 wurde beide entlassen. Weise und Kurth werden Auskunft zum Kriegsverlauf geben und von Ereignissen in und um Gosen berichten. Der 2012 gegründete Gosener Kultur- und Kunstverein animus beginnt damit seine Reihe von Veranstaltungen mit Zeitzeugen.

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